Liebe Leserin, lieber Leser, liebe INSIST-Mitglieder
INSIST, das Institut für integriertes Christsein, ganzheitliche Spiritualität und werteorientierte Transformation steht im zweiten vollen Jahr seines Wirkens. Es freut mich, dass ich Ihnen ein Stück weit Anteil geben kann am Ergehen im vergangenen Jahr.
INSIST Verein, Finanzen und Netzwerke
Zum Verein INSIST zählten sich Ende Jahr 2009 erfreuliche 65 Mitglieder. Die meisten davon unterstützen mich als Geschäftsleiter regelmässig finanziell und sorgen dafür, dass ich meinen Auftrag wahrnehmen kann, ohne ständig die hohle Hand machen zu müssen. Zusammen mit dem Honorar aus meinem Mandat bei ERF-Medien (Lektorat und Sendung Zoom bei Radio LifeChannel) und den Honoraren aus Seminaren und Einzelcoaching konnten wir den Verein INSIST finanziell gut über die Bühne bringen (siehe: Jahresrechnung). Ich bin dankbar, dass ich von einer verbindlichen Gemeinschaft getragen werde. Zu dieser Gemeinschaft gehören insbesondere auch Iris und Paul Stillhard-Dürrenmatt, die den Verein administrativ enorm hilfreich unterstützen. Die Mitglieder engagierten sich darüber hinaus im Rahmen der beiden Netzwerke NIF (Netzwerk für integriertes Fachwissen) und WDRS (Netzwerk für werteorientierte Dorf-, Regional- und Stadtentwicklung). Dieses Engagement wurde u.a. greifbar in Beiträgen für das Magazin INSIST. Darüber hinaus konnte ich mich den beiden Netzwerken nicht weiter widmen. Eine geplante WDRS-Tagung in Muttenz musste wegen des geringen Interesses abgesagt werden. Es bleibt aber mein Ziel, dass sich die beiden Netzwerke für einen Gedankenaustausch einmal im Jahr treffen. Der Verein wurde auch im 2009 kompetent durch seinen Präsidenten, Dr. Felix Ruther und die übrigen Mitglieder des Vorstandes durchs Jahr geführt. Dazu gehörte u.a. auch die Leitung der ersten Hauptversammlung am 16.5.09 im VBG-Zentrum in Zürich. Der Vorstand traf sich in unveränderter Zusammensetzung vierteljährlich zu regulären Sitzungen. Dazwischen traf ich mich regelmässig zu Gesprächen mit Felix Ruther, dies im Rahmen unserer Dienst-Zweierschaft. Im vergangenen Jahr ging es u.a. darum, für das Institut die passende Grösse zu finden. Dazu gehörte auch eine Anpassung des Auftrages im Bereich Seminare.
INSIST Seminare
Es hat sich gezeigt, dass die Weiterführung der bisherigen VBG-Abendschule im Rahmen von INSIST nicht realistisch ist. Das Institut tritt seit dem letzten Jahr deshalb nicht mehr, bzw. nur ausnahmsweise als Veranstalter von Seminaren auf, bietet seine Module aber interessierten Trägerschaften (Kirchen, Vereinen, politischen Behörden u.a.) an (siehe Übersicht der Module). 2009 war in diesem Sinne ein Übergangsjahr. Abgesehen von verschiedenen Diensten, die Felix Ruther zugunsten von INSIST übernommen hat, wurden 2009 folgende Seminare und Vorträge durchgeführt: "Pardon ich bin Christ" (Lesegruppe zu C.S. Lewis) "Entwicklung eines werteorientierten lokalen Parteiprogramms" (Workshop EVP Oberdiessbach) Vorträge "Wie Christen mit Trends umgehen können" (VBG-Gruppen Uni Luzern und ETH/Uni Zürich) Vortrag "Weisheit als Vorbeugung eines Burnouts" (Männer-Apéro in Beinwil a. S.) Seminar "Einführung ins integrierte Christsein" (Young Professionals der IVCG in Montmirail) Vortrag "Wie die christliche Gemeinde das Dorf verändern kann" (Christentreffen in Rubigen BE) 2 Seminare "Transformation vor Ort" (politisch und kirchlich; evangelische Allianz D-Radolfzell) Vortrag "Wie Christen die Transformation vor Ort fördern können" (Sozialmanagerschule Aarau) Leitung des überparteilichen Politseminars in der Casa Moscia mit Peter Henning (Pfingsten) Workshop "Werteorientierte Dorfentwicklung" (AKU-Klimaforum) Seminar "Schule der Weisheit" (Schloss Le Rüdli, Einigen; zusammen mit JMEM) Vortrag "Einführung in die keltisch-christliche Spiritualität" (ref. LK Gossau ZH) Studienreise Iona "Die Faszination der keltisch-christlichen Spiritualität" (Iona, Schottland) Seminar "Wie Christen mit Trends umgehen können" (50+-Programm Bienenberg) Podium "Wie weiter mit der reformierten Landeskirche?" (ref. LK Bern-Jura).
Magazin INSIST
Die Zahl der Abonnenten hat sich unterdessen auf rund 850 erhöht; etwa 1/4 davon haben erfreulicherweise ein Sponsorenabo (Fr. 100.–) gezeichnet. Trotzdem war es Mitte Jahr nötig, die finanzielle Tragbarkeit der Zeitschrift (die zur INSIST Verlag GmbH gehört) zu verbessern. Ich habe deshalb mein Pensum beim Magazin erhöht und einen grossen Teil der redaktionellen Arbeit übernommen, zusammen mit Fritz Imhof, der neu in beratender Funktion mitwirkt. Das hat die finanzielle Situation der Zeitschrift merklich entspannt. Unser Ziel ist es, die Abozahl mittelfristig zu verdoppeln. Wenn jeder bisherige Abonnent einen neuen gewinnt, wäre dieses Ziel erreicht! Immer wieder treffe ich Menschen, die das Magazin INSIST abonniert haben, und zwar solche, die ich vorher nicht gekannt habe. Es scheint sich rund um die Zeitschrift eine Art "Community" zu bilden, mit Menschen, denen die Zielsetzungen des integrierten Christseins, der ganzheitlichen Spiritualität und der werteorientierten Transformation so wichtig sind, dass sie sich gerne regelmässig vom Magazin INSIST dazu inspirieren lassen. Im vergangenen Jahr haben wir zusammen mit der Redaktionskommission und mit dem grafischen Können von Ruth Imhof vier Ausgaben herausgebracht. Neben den Kolumnen, die sich zu den wichtigsten gesellschaftsprägenden Bereichen geäussert haben, wurden die folgenden Themen nach dem integrierten Ansatz angepackt: Leistung (1/09), Genügsamkeit (2/09), Versöhnung (3/09), Stille (4/09). Die letzte Ausgabe konnten wir in einer Grossauflage als Gemeinschaftsprojekt mit den Vereinigten Bibelgruppen VBG herausbringen. Ende Jahr hat Raphael Schmutz unsern bisherigen Webmaster, Benedikt Hitz, abgelöst. Er sorgt u.a. dafür, dass die Magazine jeweils ca. 14 Tage nach Erscheinen auf unserer Website als Textversion greifbar sind.
Aufträge
Im vergangenen Jahr konnte in Oberdiessbach ein Dorfentwicklungsprozess gestartet werden. In der ersten Phase geschah dies mit Hilfe eines österreichischen Moderators, der sich v.a. an Marketing-Prinzipien orientiert. Der Vorstand von INSIST hat mich ermutigt, mich hier werteorientiert einzubringen. Es ist spannend zu sehen, wie Transformation vor Ort im eigenen Dorf geschieht, wo die Chancen und wo die Schwierigkeiten liegen. Ende Jahr wurde der Prozess im Verein "Zäme für Oberdiessbach" strukturiert; ich arbeite nun als Vizepräsident im Vorstand mit. Erste Projekte liegen auf dem Tisch und verschwinden hoffentlich nicht in der Schublade! 2009 konnten wir den Glaubenskurs "Credo 2010" bis zur Umsetzungsreife entwickeln. Dieser landeskirchliche Kurs verbindet das Beste von "Alphalive" mit einem Beta-Kurs, d.h. die Teilnehmenden lernen den christlichen Glauben nicht nur inhaltlich, sondern auch in seinen Grunddisziplinen kennen: sie lernen, die Bibel zu lesen, zu beten, über den Glauben auszutauschen und auf Gott zu hören. Zur Zeit ist der Kurs am Laufen, mit ermutigenden Ergebnissen. Schlusspunkt wird eine Bundesfeier am Taufstein in der Kirche Oberdiessbach sein – kurz vor Ostern. Der Kurs ist eine faszinierende Umsetzung einer ganzheitlichen Spiritualität.
Vernetzungen
Im Vorstand der Schweizerischen Evangelischen Allianz dachten wir intensiv über die Entwicklung der lokalen Sektionen, die Stimme der Evangelikalen in unserer Gesellschaft und über die Evangelisation in der Schweiz nach. Ich durfte bei einigen Stellungnahmen redaktionell mitarbeiten (darunter zum Thema "Kunst und Gemeinde" sowie zur Frage des gerechten Krieges). Im letzten Jahr konnte ich zusammen mit dem Zentralsekretär, Hansjörg Leutwyler, zudem die "Arbeitsgemeinschaft Politik" der SEA gründen. Sie verantwortet neu das Politseminar und plant zusätzlich ein Politforum für Einsteiger. Im Vorstand der Internet-Plattform Livenet konnte ich u.a. erste Schritte unterstützen, die mithelfen sollen, Livenet und "idea Spektrum" wieder mehr zusammenzuführen. Schliesslich konnte ich als SEA-Delegierter auch im Verwaltungsrat von "idea Spektrum" Einsitz nehmen. Ich freue mich, so den Puls der evangelikalen Welt besser spüren zu können. Daneben hat aber auch mein 30%-Mandat bei LifeChannel eine vernetzende Wirkung. Immer wieder gibt es ein Interview aus der Sendung Zoom, das in gekürzter Form das Magazin INSIST bereichert. Und die verschiedenen Zoom-Sendungen lassen anhand der Themen immer wieder aufblitzen, was integriertes Christsein in der Praxis heissen könnte.
Nun bin ich gespannt, was uns das angebrochene Jahr bringen wird. Ich danke Ihnen an dieser Stelle herzlich für alle Unterstützung, sei es im Mitdenken oder materiell – und für Ihr eigenes Engagement bei der Förderung des gemeinsamen Anliegens.
Hanspeter Schmutz, Publizist und Leiter INSIST